In der zweiten Runde des DHB-Pokals steht für den HC Erlangen eine knifflige Auswärtsaufgabe an: Die Franken sind zu Gast bei der HSG Nordhorn-Lingen. Gespielt wird am Dienstag (30.09. // 19.30 Uhr) im Euregium in Nordhorn – einer Halle, in der es für Gäste selten einfach wird und die HSG diese Saison noch ungeschlagen ist. 

Kein normaler Zweitligist mit Ambitionen und Erstligahistorie

Neben dem erfolgreichen Saisonstart mit Platz 3 in der Tabelle und 7:3 Punkten freut man sich bei der HSG Nordhorn-Lingen besonders über die starke Leistung von Rückraumspieler Frieder Bandlow. Bereits in der abgelaufenen Saison erzielte er 200 Tore und belegte damit den dritten Platz in der Torschützenliste der 2. Handball-Bundesliga. Seine 106 Assists unterstreichen zudem seine Bedeutung als Spielmacher. Das bestätigt er auch in dieser Spielzeit, wobei er mit 28 Toren und 17 Assists in beiden Kategorien die besten Werte seiner Mannschaft auflegt. An seiner Seite agiert der vielseitige Jaris Tobeler, der von Drittligist DHK Flensburg kam und mit seiner Erfahrung aus der Jugendabteilung der SG Flensburg-Handewitt das Team verstärkt. 

Im Tor setzt die HSG auf Kristian van der Merwe, der im letzten Jahr die meisten Paraden (329) der Liga hatte und auch eine der besten Fangquoten (30,83%) aufweist.  Unter der Leitung von Cheftrainer Mark Bult zeigt die Mannschaft eine geschlossene Leistung, die auf eine erfolgreiche Saison hoffen lässt und schon jetzt eine klare Tendenz in Richtung Aufstiegsrennen vorgibt. Die Rückkehr in die Bundesliga (zuletzt 2020/2021) ist sicher ein Thema im Südwesten Niedersachsens. Johannes Sellin und sein Team erwartet unter dem Strich mit der HSG Nordhorn-Lingen ein kampfstarker Gegner, der in eigener Halle traditionell mit viel Leidenschaft auftritt. Die Gastgeber sind bekannt für ihre kompakte Abwehr und ihre unbequeme Spielweise. 

HC Erlangen: Mit Personalnot, Selbstvertrauen und großem Respekt 

Nach dem Spiel in Hannover (26:32) geht es für den HC Erlangen unentwegt weiter in fremder Halle. Trotz anhaltender Personalsorgen zeigte der HCE zuletzt sein bestes Gesicht und dient als Beleg dafür, was mit Leidenschaft, Ehrgeiz und Wille möglich ist. Nun gilt es, schnell wieder den Fokus auf die hohe Hürde in Nordhorn zu lenken. Der ambitionierte Zweitligist und Aufstiegsaspirant ist eine undankbare Aufgabe für diese K.O.-Runde und es wird ein offener Schlagabtausch erwartet. Das knappe 31:30 für den HCE beim letzten Aufeinandertreffen 2021 ist ein Indiz dafür, wie eng es am Dienstag zugehen könnte. Wer das nicht verpassen möchte, sieht das Spiel wie gewohnt live und auf Abruf bei Dyn.