Schnelle Hilfe kann bei einem plötzlichen Herztod Leben retten. Die Stadt Erlangen hat deshalb gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth und vielen weiteren Kooperationspartnern das Projekt „ERLANGEN SCHOCKT!“ gestartet. Dem HC Erlangen ist die Wichtigkeit des Projektes bewusst und hat sich deshalb bei einer gemeinschaftlichen Aktion für dieses Thema eingesetzt. 

Wird aufgrund eines Herzstillstandes der Rettungsdienst alarmiert, vergehen bis zum Eintreffen oft wertvolle Minuten. In diesen kann bereits mit Wiederbelebungsmaßnahmen und früher Defibrillation geholfen werden. Dadurch können die Überlebenschancen um bis zu 50 Prozent steigen. Dabei kann jeder helfen und zum Lebensretter werden! 

Zwei Profis wagen den Selbstversuch 

Eine Situation, in der ebenso schnelles Handeln sowie das nötige Know-How gefragt sind und die gemeinsam mit zwei Handball-Profis des HC Erlangen vergangenen Sonntag in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle simuliert wurde. Dabei schulte das BRK Erlangen-Höchstadt knapp 20 Fans des HC Erlangen, die gemeinsam mit den Bundesliga-Spielern Khalifa Ghedbane und Tobias Wagner der Einladung zu dieser Aktion folgten. Im Ernstfall ist es wichtig zu wissen, welche Maßnahmen helfen können. Deshalb sollen derartige Übungen dafür sorgen, das lebensrettende Wissen zu vermitteln. Der HC Erlangen sieht in dieser Aktion – welcher auch noch weitere Folgen sollen – neben dem Übungscharakter auch den Auftrag, weiter über derartig wichtige Themen zu informieren und aufzuklären. 

Symbiose aus Know-How und Equipment 

Neben dem notwendigen Wissen, wie im Ernstfall zu handeln ist, entscheidet auch die Verfügbarkeit der entsprechenden Hilfsmittel über Leben und Tod. Das Projekt „ERLANGEN SCHOCKT!“ setzt genau an dieser Stelle an: in Erlangen können durch ein Patenschaftsmodell zukünftig mehr öffentliche Defibrillatoren platziert werden. Diese, aber auch bereits bestehende Geräte, werden in eine app-gestützte Alarmierung von Ersthelfenden eingebunden. Mit der Lebensretter-App gibt es somit künftig einen ergänzenden Bestandteil in der regulären Rettungskette. Bei eingehenden Notrufen wegen eines Herzstillstandes alarmiert die integrierte Leitstelle dann mittels App geschulte Ersthelfende im direkten Umkreis. Somit wird das therapiefreie Intervall verkürzt. 

Werdet zum Lebensretter 

Inzwischen sind in Erlangen über 200 Ersthelfende mit der Lebensretter-App im Einsatz. Aber auch alle anderen können in ihrem Umfeld einen wertvollen Beitrag für höhere Überlebenschancen leisten, indem sie im Notfall wissen, was zu tun ist – so wie nun auch Khalifa Ghedbane und Tobias Wagner. „ERLANGEN SCHOCKT!“ will dazu motivieren, Grundkenntnisse zur Wiederbelebung zu erlernen und regelmäßig aufzufrischen. So können alle zu Lebensretterinnen und -rettern werden! 

Haben wir auch dein Interesse geweckt? Weitere Informationen zum Projekt findet ihr auf www.erlangen-schockt.de