In einer spannenden Partie auf Augenhöhe kämpfte der HCE auswärts gegen GWD Minden um die nächsten Punkte. Trotz eines engen Spiels behielt der Aufsteiger am Ende knapp die Oberhand und gewann mit 30:29. Letztlich scheiterte der HCE an sich selbst und lässt damit wichtige Zähler liegen.
Die Erlanger starteten gut in die Partie und konnten gleich im ersten Angriff der Mindener den Ball erobern. Christopher Bissel netzte zum 1:0 ein. Kurz darauf gelangen den Gästen einfache Tore über das Tempospiel - Sander Øverjordet und der nach Verletzung ins Team zurückgekehrte Viggó Kristjánsson erhöhten auf 2:4. Allerdings ließen die Gastgeber sich davon nicht beirren und erzielten nach zwölf Minuten per Siebenmeter den Ausgleich zum 8:8. Nach einer knappen Viertelstunde gelang Morten Hempel Jensen die erste Führung für GWD (10:9).
Umkämpfte erste Hälfte
Obwohl sich der HCE davon zunächst unbeeindruckt zeigte und durch Florian Scheerer zum Ausgleich traf (12:12), konnten sich die Gastgeber kurz darauf erneut absetzen. Malte Semisch, der bereits in der ersten Hälfte einige Paraden zeigte, brachte GWD zu schnellen Abschlüssen. Tom Bergner erhöhte auf 18:15. Die Auszeit von Johannes Sellin kurz darauf schien Wirkung zu zeigen: Die Franken verkürzten auf 18:17 und kurz vor der Halbzeitsirene gelang Tim Gömmel mit dem Wurf ins leere Tor noch der wichtige Treffer zum Ausgleich (19:19).
Die zweite Hälfte begann genauso ausgeglichen, wie die Erste geendet hatte. Dann gelang dem HCE allerdings ein 3:0-Lauf. Sander Øverjordet erzielte die erneute Führung zum 21:22 für die Gäste. Der eingewechselte Youngster im Tor, Tin Herceg, konnte in dieser Phase wichtige Paraden beisteuern. Auf der Gegenseite war es allerdings wiederholt Malte Semisch, der sich der Mannschaft von Johannes Sellin in den Weg stellte und für ein weiterhin ausgeglichenes Spiel sorgte. Beim Spielstand von 24:24 ging es in die Crunchtime.
Erlanger scheitern an Chancenverwertung
Mit Einbruch der Schlussphase bewies Maciej Gebala Nervenstärke und verwandelte zur 2-Tore-Führung für die Gäste (25:27). Besonders im Zusammenspiel mit Viggó Kristjánsson konnte Gebala sich immer wieder stark durchsetzen und erzielte insgesamt acht Tore bei einer Quote von 100 Prozent. Trotzdem blieb das Spiel spannend, Minden erzielte wenig später den Ausgleich zum 27:27 und eine Minute vor Schluss gelang dem Traditionsverein gar das Tor zum 30:29 – der HC Erlangen geriet in Zugzwang. Am Ende reichte die Zeit nicht mehr für den Ausgleich, der letzte Erlanger Freiwurf wurde abgeblockt und der einzige bayerische Bundesligist verlor ein umkämpftes Spiel denkbar knapp mit 30:29.
Am Ende müssen die Erlanger eine frustrierende Niederlage hinnehmen, die sie sich selbst zuzuschreiben haben. Vorne wie hinten ausbaufähige Quoten blieben zu niedrig, um den Aufsteiger zuhause zu bezwingen. Für den HCE gilt es nun, diese Partie schnellstmöglich hinter sich zu lassen, denn bereits am Samstag (13.12. // 19.00 Uhr) steigt das nächste immens wichtige Heimspiel. In der PSD Bank Nürnberg ARENA wollen die Erlanger im letzten Hinrundenspiel ein Ausrufezeichen setzen und gegen den SC DHfK Leipzig endlich wieder punkten.
Khalifa Ghedbane, Dario Quenstedt, Tin Herceg, Christoph Steinert, Andri Runarsson (4), Maciej Gebala (8), Lars Genz, Florian Scheerer (1), Christopher Bissel (4), Yannik Bialowas, Marek Nissen (1), Maxsim Lochman, Tobias Buck, Tim Gömmel (2), Viggó Kristjánsson (6), Sander Øverjordet (3)



