Nach der knappen Niederlage gegen die Füchse Berlin stand für den HC Erlangen die nächste große Herausforderung auswärts gegen den VfL Gummersbach bevor. Die Oberbergischen gingen mit viel Selbstvertrauen in die Partie und setzten sich schnell ab. Beim 33:22 Sieg war der HC Erlangen an diesem Spieltag chancenlos.
Der VfL Gummersbach zeigte gleich zu Beginn, dass die Siegesserie in eigener Halle anhalten sollte. Besonders Miro Schluroff war in der Anfangsphase mit drei Treffern in sechs Minuten ein großer Faktor auf Seiten der Gastgeber. Auch in der Abwehr machten die Gummersbacher den Franken die Arbeit schwer. Der HCE ließ sich davon zunächst nicht beirren und kämpfte sich von einem 6:3 bis auf 6:5 wieder heran, jedoch zeigte Miro Schluroff einmal mehr seine individuelle Qualität und warf das Tor zur erneuten Drei-Tore-Führung der Gummersbacher (9:6). Als Julian Köster dann auch noch auf 10:6 erhöhte, sah sich Johannes Sellin gezwungen die erste Erlanger Auszeit zu nehmen.
Gummersbach stellt Heimstärke unter Beweis
Die Gummersbacher zeigten weiterhin eine starke Abwehrleistung und riefen bei den Franken immer wieder technische Fehler oder Zeitspiele hervor. Mit einem 4:0-Lauf konnte sich der VfL auf 14:7 absetzen. Fünf Minuten vor der Halbzeit nahm Johannes Sellin bereits die zweite Auszeit und versuchte, seine Mannschaft wachzurütteln. Auch wenn Treffer, wie von Kapitän Christopher Bissel, in dieser Phase etwas Hoffnung erweckten, schien im Gummersbacher Angriff alles zu funktionieren, sodass es bei einem Stand von 18:12 in die Kabine ging.
Letztes Aufbäumen zu Beginn der Halbzeit
Der HC Erlangen kam gut in die zweite Halbzeit und kämpfte sich auch dank zwei aufeinanderfolgenden Paraden von Khalifa Ghedbane nochmals bis auf drei Tore zum 18:15 heran. Jedoch ließen sich die Gummersbacher vom Überzahlspiel der Gäste nicht beirren und konnten gleich mehrere Bälle nacheinander im leeren Tor unterbringen, wodurch es nach 40 Minuten bereits 23:15 stand. Immer wieder waren es die Nationalspieler Julian Köster und Miro Schluroff, die die Defensive der Erlanger aushebelten.
Auch in der Schlussviertelstunde fanden die Erlanger keine Lücken in der Gummersbacher Abwehr oder wurden von Bertram Obling gestoppt. Der VfL verwaltete seine Führung sicher und gewann schließlich mit 33:22. Für den HC Erlangen gilt es nun, diesen Dämpfer schnell wegzustecken und sich auf das wichtige nächste Heimspiel gegen Wetzlar vorzubereiten, in dem das Team von Johannes Sellin wieder punkten will und auf die Rückkehr des ein oder anderen Verletzten hoffen wird.
Quenstedt, Ghedbane, Herceg, Genz, Gömmel (1), Nissen (4) , Bialowas (2), Øverjordet (5), Scheerer (1), Willax (2), Metzner (1), Buck, Steinert, Rúnarsson, Bissel (3), Kristjánsson (3)



