Am 23. Spieltag der DAIKIN HBL musste sich der HC Erlangen auswärts dem TBV Lemgo Lippe mit 30:24 geschlagen geben. Trotz einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (15:14) und einer engagierten Leistung gelang es den Erlangern nicht, den starken Lemgoer Angriff zu stoppen. Besonders erschwerte Torhüter Urh Kastelic mit einer Quote von 42,9 Prozent die zweite Spielhälfte für den HC Erlangen.
Erste Halbzeit – Kampf auf Augenhöhe
Die Partie begann hart umkämpft. Auf beiden Seiten fand der Ball zunächst nicht den Weg ins Tor. Nach 1:30 Minuten eröffnete Christopher Bissel dann das Spiel mit dem ersten Tor für den HC Erlangen. Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Nach dem intensiven und temporeichen Beginn der Partie (4:4) blieb der HCE mit schön herausgespielten Treffern von Bissel und Marek Nissen auf Augenhöhe. Eine erste Führung für Erlangen gelang durch einen verwandelten Siebenmeter von Kapitän Bissel zum 7:8. Doch Lemgo konterte postwendend und nutzte Ballverluste der Erlanger effektiv aus.
In der 22. Minute erschwerte dann die rote Karte für Nikolai Link das Abwehrspiel des HC Erlangen. Dennoch kämpfte sich das Team von Johannes Sellin zurück und konnte mit einem Treffer von Antonio Metzner zum 14:14 ausgleichen. Trotz einer starken Defensivarbeit von Florian Scheerer und Maciej Gebala am Kreis sowie mehrerer Paraden von Dario Quenstedt ging der TBV Lemgo Lippe mit einer knappen 15:14-Führung in die Pause.
HCE lässt Lemgo in Crunch-Time davonziehen
Nach dem Seitenwechsel begann der HCE engagiert und hielt durch Tore von Nissen und Gebala den Anschluss (18:17). Doch die Lipper fanden immer wieder Lösungen im Angriff. Schlussmann Kastelic avancierte zum Türsteher und hielt sein Tor mit einer starken Quote von 42,9 Prozent für die Franken verschlossen. So setzte sich der TBV mit einem 3:0-Lauf erstmals auf 22:19 ab, bis Christoph Steinert die Serie der Lipper kurzzeitig unterbrach. Besonders Tim Suton und Niels Versteijnen stellten die Erlanger Defensive immer wieder vor große Herausforderungen.
Offensiv fanden die Franken in der Crunch-Time nicht zurück ins Spiel. Mit seiner letzten Auszeit versuchte Sellin beim Stand von 26:21 nochmals seine Spieler zur Aufholjagd zu mobilisieren. Während der TBV seine Chancen effizient nutzte, fehlte Erlangen im Abschluss jedoch die letzte Konsequenz. Trotz später Ergebniskosmetik durch Gebala und Nissen konnte der Rückstand nicht mehr verkürzt werden, sodass der TBV Lemgo Lippe letztlich mit 30:24 die Oberhand behielt.
Blick aufs nächste Heimspiel: Zwei Wochen Zeit zu fokussieren
Nach der anstehenden zweiwöchigen Länderspielpause empfängt der HC Erlangen den VfL Gummersbach zur "Blue Night" in der ARENA NÜRNBERGER Versicherung. Mit der Unterstützung der Fans, die die Halle in ein blaues Lichtermeer tauchen werden, will das Team eine starke Leistung abrufen und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln.
Quenstedt, Zecher, Nissen (6), Bissel (5), Gebala (5), Metzner (4), Steinert (1), Øverjordet (1), Kos (1), Gömmel (1), Bezjak, Bialowas, Büdel, Link, Scheerer, Wagner



