Am Sonntagabend (26.10. // 18.00 Uhr) ist der HC Erlangen beim aktuellen Tabellenführer und European League-Sieger der letzten beiden Spielzeiten, der SG Flensburg-Handewitt zu Gast. Während sich die Franken am vergangenen Spieltag souverän gegen die HSG Wetzlar durchsetzen konnten, wartet nun eine ganz andere Hausnummer auf den HCE.

Machtdemonstration der Offensive

Die SG Flensburg-Handewitt ist mit dem SC Magdeburg eines von nur noch zwei verbliebenen ungeschlagenen Teams in dieser Saison. Nach zwei überraschenden Unentschieden gegen die HSG Wetzlar und den TVB Stuttgart zu Saisonbeginn ging es für die Norddeutschen steil bergauf. In acht von neun Spielen warf das Team von Aleš Pajovič über 30 Tore und hat mit insgesamt 330 Treffern in dieser Saison den Bestwert der Liga. Anfang Oktober demonstrierte Flensburg diese Offensivmacht beim 24:42-Sieg gegen SC DHfK Leipzig, kurz darauf folgte der Sieg im Nordderby gegen den Rekordmeister THW Kiel (36:34). Auch im letzten Spiel gegen den ThSV Eisenach (32:38) triumphierte die SG. Hinzu kommen Siege in der European League. An beiden bisher stattgefundenen Spieltagen konnten die Flensburger punkten. Erst gegen Saint-Raphael VHB (32:30) und zuletzt in einer knappen Partie gegen Bidasoa Irún am Dienstagabend (32:33).

 Ein Kader voller Titelträger

Entscheidend für die Erfolge der Nordlichter ist vor allem das Tempospiel. Emil Jakobsen, mehrfacher Weltmeister mit der dänischen Nationalmannschaft und Toptorschütze der Flensburger ist mit seiner Schnelligkeit und zahlreichen Wurfvariationen besonders gefährlich. Neben Jakobsen verfügt Flensburg über namhafte Rückraumspieler wie Niclas Kirkeløkke, Simon Pytlick und Kent Tønnesen, die jederzeit den Unterschied ausmachen können. Auch Marko Grgić, Torschützenkönig der vergangenen Saison und Johannes Golla, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, sind wichtige Größen im Spiel der Flensburger.

Auch die Statistik zeigt: Der HC Erlangen hat eine enorm große Herausforderung vor sich. Von 20 Begegnungen konnte die SG 17 für sich entscheiden. Während zwei Spiele unentschieden endeten, setzten sich die Franken nur ein einziges Mal durch. Die letzte Begegnung im Februar endete 26:32, allerdings konnten sich die Fördestädter nach dem Remis zur Pause erst in der zweiten Hälfte entscheidend absetzen. Für die Riesen-Überraschung in Schleswig-Holstein muss also alles passen! Der HCE ist sich der schweren Aufgabe bewusst, will aber dennoch die Euphorie aus dem letzten Spiel mitnehmen. In dieser Saison ist es schließlich schon gelungen, große Favoriten zu ärgern und Punkte mitzunehmen - auch wenn es schier unmöglich schien.

Ob das erneut gelingt, seht ihr wie immer live und auf Abruf bei DYN.