Am Sonntag, den 09. Februar 2025, kehrte die Bundesliga-Atmosphäre zurück in die ARENA NÜRNBERGER Versicherung. Vor 6.839 frenetischen Fans empfing der HC Erlangen die SG Flensburg-Handewitt zum ersten Spiel der Rückrunde. Die Gäste aus dem hohen Norden traten mit sieben frisch gebackenen Weltmeistern an und zeigten ihre Klasse, doch der HC Erlangen lieferte einen leidenschaftlichen Kampf. "Wir müssen uns zeigen. Zeigen, dass wir da sind. Immer wieder. Und das haben wir heute getan", sagte Cheftrainer Martin Schwalb.
Erlanger sagten Weltmeistern den Kampf an
Das erste Tor des Abends sicherten sich die Hausherren: Neuzugang Miloš Kos traf und verdeutlichte mit insgesamt sieben Treffern an diesem Abend seine Torgefahr. Doch die SG Flensburg-Handewitt blieb vorerst unbeeindruckt und legte mit einem frühen 1:4-Lauf vor. Immer wieder traf Emil Jakobsen für die SG. Bereits nach fünf Minuten nahm Erlangens Trainer Martin Schwalb die erste Auszeit, doch die Gäste blieben zunächst dominant und bauten ihren Vorsprung bis auf 3:8 aus.
Dann begann die Wende: Die Erlanger kämpften sich – dank eines starken Abwehrverhaltens und eines glänzend aufgelegten Torhüters Dario Quenstedt – Tor um Tor heran. Kapitän Christopher Bissel verkürzte in der 13. Minute auf 5:8, und nach weiteren Treffern von Sander Øverjordet und Kos stand es plötzlich nur noch 9:10.
Es entwickelte sich ein echter Schlagabtausch. In der 22. Minute gelang schließlich der umjubelte Ausgleich zum 13:13 durch Nikolai Link. Die Halle tobte, als kurz darauf Hampus Olsson dem HCE mit 15:15 erneut den Ausgleich brachte. Tobias Wagner verwandelte vom Kreis zum 16:15. Doch die SG glich mit einem Tempogegenstoß nur wenige Sekunden später erneut aus. Beide Mannschaften verabschiedeten sich bei einem Remis von 16:16 in die Pause.
HC Erlangen entfesselte Fan-Feuer
Nach der Pause setzte sich der Schlagabtausch fort. Zwei Ungeschicke auf Seiten der Hausherren machten den Flensburger Weltmeistern Simon Pytlick und Niclas Kirkeløkke den Weg frei (16:18). Erlangen ließ sich nicht abschütteln, Wagner verkürzte in der 35. Minute auf 18:19. Doch die SG Flensburg-Handewitt kam gestärkt aus der Kabine und fand nun stets die passende Antwort. Besonders Jakobsen, der mit insgesamt elf Treffern überragte, erwies sich als zuverlässiger Vollstrecker.
Erlangen ließ dennoch nicht locker, schöpfte immer wieder Energie aus der tobenden Halle und kämpfte sich mit Toren von Bissel, Kos und Wagner wieder an die Flensburger heran. In der 45. Minute schaffte es der HCE erneut, den Spielstand auszugleichen: Sander Øverjordet traf zum 23:23. Die Halle stand Kopf, die Fans peitschten ihr Team nach vorne. Doch kurz vor der Crunchtime zeigte Flensburg seine ganze Routine. Die Gäste zogen auf 23:26 davon und ließen sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Trotz der leidenschaftlichen Gegenwehr musste der HC Erlangen sich am Ende mit 26:32 geschlagen geben.
Kampfansage trotz Niederlage
Eines war nicht zu übersehen: Die Hütte brannte! Sowohl die Mannschaft als auch die über 6.800 Fans in der ARENA NÜRNBERGER Versicherung haben ihren Ehrgeiz und ihre Leidenschaft für Handball unter Beweis gestellt. Sie zeigten bis zum Schlusspfiff einen unbändigen Willen, der als Kampfansage an alle Gegner der Rückrunde verstanden werden darf. Schwalb & Co. feuerten das Team unentwegt von der Bank aus an und forderten die Fans auf, noch lauter zu werden – und sie kamen diesem Ruf nur allzu gerne nach. Die ARENA war elektrisiert.
Diese Energie will der HC Erlangen auch in sein nächstes Heimspiel mitnehmen: Bereits am kommenden Sonntag, 16. Februar 2025, empfängt der HCE den Handball Sportverein Hamburg in der ARENA NÜRNBERGER Versicherung. Mit dieser kämpferischen Leistung und der Unterstützung der Fans kann alles möglich sein.
Quenstedt, Zecher, Kos (7), Bialowas, Øverjordet (5), Büdel, Bissel (3), Bezjak, Metzner, Link (1), Steinert, Wagner (7), Olsson (3), Sehnke, Gömmel, Frank



