Am Freitagabend (26.09. // 19:00 Uhr) steht für den HC Erlangen das dritte Auswärtsspiel der Saison an. Schauplatz ist die ZAG Arena in Hannover, wo die Franken auf die „Recken“ des TSV Hannover-Burgdorf treffen. Nach dem hart erkämpften Sensations-Punktgewinn gegen den amtierenden Champions League-Sieger SC Magdeburg (31:31) reist der HCE mit frischem Selbstvertrauen, jedoch dünner Personaldecke nach Niedersachsen. Chefcoach Johannes Sellin will mit seinem Team erneut in fremder Halle überzeugen. 

Stabiler Gegner mit klarer Handschrift 

Der TSV Hannover-Burgdorf präsentiert sich unter Trainer Christian Prokop bislang als das gewohnt eingespielte und kampfstarke Team. Auch wenn man gegen die Spitzenteams aus Kiel oder Flensburg zuletzt den Kürzeren zog, gehört Hannover mit seinem Kader zu den absoluten Top-Adressen der Liga. Zuvor, beim 33:29-Auswärtssieg in Hamburg überzeugte Spielmacher und Neuzugang Leif Tissier mit sechs Treffern, während beim jüngsten 28:24 gegen die Rhein-Neckar Löwen (21.09.) vor allem Torhüter Joel Birlehm mit 14 Paraden glänzte.  

Mit Marius Steinhauser – 32 Tore in fünf Spielen – verfügt der TSV zudem über einen der formstärksten Rechtsaußen der Liga und Nationalspieler Lukas Stutzke hält in der Defensive die Fäden zusammen. Eine stabile Deckung, schnelles Umschaltspiel und individuelle Qualität machen die Recken zu einem unangenehmen Gegner, der jedes Team der Liga schlagen kann – besonders in der heimischen ZAG Arena. 

Erlanger Talente überzeugen – Verletzungssorgen bleiben 

Nach dem Magdeburg-Coup prägten beim HC Erlangen weiterhin Personalsorgen die Trainingswoche, auch wenn für das Hannover-Spiel Hoffnung auf die Rückkehr des ein oder anderen Akteurs besteht. Dass der HCE trotz des Lazaretts konkurrenzfähig ist, bewies das Team mehr als eindrucksvoll beim Remis gegen Magdeburg. Besonders die jungen Spieler aus der eigenen Jugend überzeugten bei der Sensation von Nürnberg: Hans Lukas Willax steuerte drei Tore bei, Maxsim Lochman traf zweimal, womit beide für gehörig Furore sorgten und nun auch in Hannover mit von der Partie sein werden. 

Statistik spricht für die Recken  

Ein Blick auf die Bilanz zeigt: Hannover ist auch historisch gesehen der Favorit. In insgesamt 19 Begegnungen konnte der TSV zwölfmal als Sieger vom Feld gehen, Erlangen triumphierte viermal. Drei Partien endeten unentschieden, so wie das letzte Aufeinandertreffen diesen März in Nürnberg (33:33). Das letzte Spiel in Hannover (15.12.2024) verbuchten die Gastgeber mit 31:25 für sich, auswärts müsste die Sellin-Sieben also noch etwas gutmachen. Mit einer unbekümmerten Teamleistung, wie zuhause gegen Magdeburg, sollte alles möglich sein. Ob der Coup letztlich auch gelingt, seht ihr wie gewohnt live und auf Abruf bei Dyn.