Nach ersten Leistungstests und Trainingseinheiten konnte der HC Erlangen in der Seeweiherhalle in Weißenburg einen ungefährdeten Sieg im Testspiel gegen Talent Plzeň bejubeln. Das Team von Johannes Sellin setzte sich mit 40:19 deutlich gegen den Zweitplatzierten der tschechischen Extraliga durch.

Der HC Erlangen startete mit einer Parade von Tin Herceg direkt gut in das Spiel. Auf der Gegenseite verwandelte Kapitän Christopher Bissel den Siebenmeter zum 1:0. In der Abwehr zeigte sich Tobias Buck frühzeitig als echtes Bollwerk und blockierte den Plzenern vehement den Weg zum Tor, wodurch Talent Plzeň erst nach über fünf Minuten das erste Tor zum 1:3 gelang. Auch wenn die Tschechen danach etwas besser ins Spiel kamen und auf 6:5 verkürzen konnten, zeigten sich die Erlanger unbeeindruckt. Nach einem Zuspiel von Marek Nissen erhöhte Christopher Bissel auf 7:5. Als Antonio Metzner den Ball eroberte und den Tempogegenstoß zum 11:7 verwandelte, nahm Gästetrainer Petr Štochl die erste Auszeit.

Unbezwingbar: Kapitän Sebastian Firnhaber auf dem Feld

Nach der ersten Viertelstunde war es schließlich so weit Sebastian Firnhaber feierte unter Applaus der rund 800 Fans sein Comeback nach der erneuten viermonatigen Verletzungspause. Firnhaber hatte sich erst zu Beginn der Saison nach über 20 Monaten Verletzungspause zurück in die stärkste Liga der Welt gekämpft, musste dann jedoch aufgrund wiederholten Verletzungspeches erneut in die Rehabilitation. Ein mentaler Kraftakt, der den Kampfgeist des HCE-Kapitäns unterstreicht. Zur großen Freude war auch EM-Fahrer und Kapitän der polnischen Nationalmannschaft Maciej Gebala kurzfristig zur Mannschaft gestoßen und nahm auf der Bank in Weißenburg Platz. Die Belastungssteuerung verhinderte jedoch einen Einsatz.

Immer wieder gelang es dem HCE durch die starke Abwehrarbeit von Sebastian Firnhaber, Tobias Buck und Florian Scheerer, den Ball zu erobern. Tobias Buck erhöhte nach Zuspiel von Lars Genz in einem weiteren Tempogegenstoß auf 14:8. Kurz vor der Halbzeit erzielte Marek Nissen ein echtes Traumtor, so dass es beim Stand von 19:11 in die Kabinen ging.

Plzen versinkt in HCE-Torehagel

Talent Plzeň erwischte den besseren Start in die zweite Hälfte und konnte nach knapp fünf Minuten auf 20:13 verkürzen. Jedoch ließ sich der einzige bayerische Bundesligist davon nicht beirren und konnte einmal mehr durch Christopher Bissel auf 21:13 erhöhen. Auch das Anspiel an den Kreis fruchtete immer wieder, Florian Scheerer verwandelte zur ersten zehn-Tore-Führung des HCE (25:15).

Lars Genz konnte sich mit seinem Treffer zum 30:17 ebenso in die Torschützenliste eintragen und sorgte im Angriff für Tempo. Trotz der hohen Führung ließ der HCE niemals nach und zeigte über die gesamte Spielzeit eine starke Leistung. Als Lars Genz einen starken Pass an Sebastian Firnhaber spielte und dieser sein erstes Tor nach der Verletzung erzielte, jubelten nicht nur alle Zuschauer sondern auch die gesamte Erlanger Bank. Fünf Minuten vor Schluss traf Christopher Bissel per Siebenmeter bereits zum achten Mal (36:19). Am Ende waren es ganze 40 Treffer, die die 800 Fans bejubeln konnten. Der HC Erlangen überzeugte auf ganzer Linie und gewann mit 21 Toren Unterschied (40:19).

Den Schwung dieses Siegs wollen die Franken mitnehmen, wenn es am 1. Februar in einem zweiten Testspiel gegen den direkten Ligakonkurrenten Frisch Auf! Göppingen geht. Nur neun Tage später, am 10. Februar kämpft der HCE dann gegen den TSV Hannover-Burgdorf um die ersten wichtigen Punkte 2026 in der stärksten Liga der Welt.

Tin Herceg, Dario Quenstedt, Marek Nissen (4), Lars Genz (4), Florian Scheerer (5), Maciej Gebala, Sebastian Firnhaber (1), Tobias Buck (5), Christopher Bissel (8), Christoph Seinert, Yannik Bialowas (1), Tim Gömmel (4), Antonio Metzner(4), Sander Øverjordet (4)