Am 23. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga empfing der HC Erlangen den VfL Gummersbach in der heimischen ARENA NÜRNBERGER Versicherung. Am Ende musste sich das Team von Trainer Johannes Sellin mit 24:31 (12:17) geschlagen geben.
Unabhängig von der Niederlage setzten die Erlanger in Zusammenarbeit mit ihrem Partner, der VR Bank, während der „Blue Night“ ein Zeichen für gesellschaftliches Engagement. Die 7.053 Fans tauchten die ARENA zur Einlaufshow in Blau, und auch das Team spielte in blauen Sondertrikots, die nun im Anschluss versteigert werden. Alle Erlöse kommen dabei der DKMS zugute. Zudem fand im Rahmen der Veranstaltung eine Registrierungsaktion der DKMS statt, bei der sich Fans als potenzielle Stammzellspender registrieren konnten.
Erste Halbzeit: Ein intensiver Schlagabtausch
Die Partie begann mit einer starken Parade von Gummersbachs Keeper Bertram Obling, der den ersten Angriff des HC Erlangen vereitelte. Doch Sander Øverjordet antwortete schnell und erzielte den ersten Treffer für Erlangen zum 1:1. Auch Marek Nissen zeigte sich treffsicher und brachte sein Team mit 3:2 in Führung. Doch Kristjan Horzen und Milos Vujovic fanden direkt Antworten für Gummersbach und holten sich mit dem 4:3 die Führung zurück. Kapitän Christopher Bissel glich erneut mit einem Siebenmeter zum 4:4 aus. Anfänglich entwickelte sich die Begegnung zu einem offenen Schlagabtausch, in dem Gummersbach die Nase vorn hatte und Erlangen stets auf ein bis zwei Tore Abstand hielt.
In der 16. Minute nahm Coach Sellin eine Auszeit, um sein Team neu einzustellen. Kurz darauf wurde es hitzig: Viggó Kristjánsson konnte einen Ballverlust des VfL nutzen und zum Gegenstoß ansetzen. Dabei wurde er von Kiesler beim Abwehrversuch getroffen, was zu einer Rudelbildung führte und nach Videobeweis in einer blauen Karte für den Gummersbacher resultierte. Kristjánsson verwandelte den fälligen Siebenmeter sicher zum 8:10. Tobias Wagner fand anschließend vom Kreis erneut den Anschlusstreffer zum 9:10. Dennoch gelang es Gummersbach, sich in den letzten Minuten der ersten Halbzeit erstmals deutlich abzusetzen. Nach einem 6:0-Lauf der Gäste verabschiedeten sich beide Mannschaften beim Stand von 12:17 in die Kabine.
Erlanger Erwachen in der Crunchtime, aber Gummersbach bleibt souverän
Kentin Mahé eröffnete die zweite Halbzeit mit einem weiteren Tor für die Gäste zum 12:18. Nissen fand zunächst noch die Antwort und traf zum 13:18 und 14:19. Doch Gummersbach gelang es zwischenzeitlich, den Vorsprung auf zehn Tore auszubauen (16:26). Besonders Keeper Obling machte es den Erlangern schwer und verhinderte mehrfach aussichtsreiche Torabschlüsse.
Ein weiterer Rückschlag folgte in der 49. Minute: Nach einem Foul an Julian Köster sah Nikolai Link die rote Karte. In den letzten zehn Minuten kämpfte sich der HC Erlangen mit Toren von Kos, Bissel und Kristjánsson noch einmal heran und auch Quenstedt wusste nun mit mehreren Paraden zu glänzen und weitere Gegentreffer zu verhindern. Dennoch reichte es nicht für eine Wende – am Ende stand ein 24:31 auf der Anzeigetafel.
Fokus auf das nächste Auswärtsspiel
Der HC Erlangen richtet deshalb seinen Blick nach vorn und will am kommenden Wochenende im Auswärtsspiel gegen Potsdam wichtige Punkte im Abstiegskampf sichern.
Quenstedt, Zecher, Kos (3), Nissen (5), Øverjordet (2), Scheerer (1), Büdel, Bissel (3/1), Bezjak, Metzner, Link, Wagner (2), Olsson (3), Kristjánsson (4/2), Gebala, Gömmel (1)



