Vor 5.376 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an eine heiß umkämpfte Partie, in der die Gäste unmittelbar das Kommando an sich rissen. Die 1:0-Führung von Hampus Olsson wurde prompt egalisiert und die Thüringer legten einen Sechs-Tore-Lauf auf die Platte. Die Hypothek des verschlafenen Auftaktes führte zur ersten Reaktion, sodass Coach Sellin auf der Torhüterposition wechselte und mit Neuzugang Ghedbane den bis dato glücklosen Ferlin ersetzte. Dieser Zug machte sich bewährt und der algerische Nationalspieler brachte sich mit gleich drei Paraden prompt gewinnbringend in das Spiel ein. So schmolz der Rückstand im Laufe des ersten Abschnitts langsam dahin (10:11), doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Kurz vor der Pause gelang es dem Team von der Wartburg, sich abermals Luft zu verschaffen. Mit sehr resolutem Spielstil – zwei Akteure hatten bereits nach zwanzig Minuten ihre zweite Zeitstrafe gesehen, der Dritte zu Beginn der zweiten Halbzeit – sicherte sich Eisenach eine Zwei-Tore-Führung zur Pause (12:14).
In den zweiten Abschnitt startete die Heim-Sieben wacher und brachte es schnell zum Ausgleich, unter anderem durch Tore von Hampus Olsson, welcher mit vier Treffern der erfolgreichste Schütze seitens der Franken war. Mit der ersten Führung (17:16) seit dem 1:0 zeigte sich auch die Kulisse in der ARENA voll da und es wirkte ein bisschen so, als könnte der HC Erlangen das Spielgeschehen nun gestalten. Doch die Gäste blieben in dieser Phase unbeeindruckt, agierten in den richtigen Momenten cleverer und machten zudem weniger Fehler, sodass rasch wieder die Führung wechselte. Jeder HCE-Treffer wurde nun prompt erwidert, auch im „Sieben gegen Sechs“ hatten die Thüringer die richtigen Antworten parat. In der absoluten Schlussphase (54. Minute) erhielt schließlich der agile Mittelmann Øverjordet beim Stand von 22:24 eine fragwürdige Zeitstrafe, welche im Endspurt ob der mangelnden Alternativen auf der Mittelposition doppelt weh tat. So kam trotz kämpferischer Leistung von Kapitän Bissel & Co. der Ausgleich nicht mehr zustande. Am Ende steht ein 24:28.
Ferlin, Ghedbane, Seitz, Nissen (3), Bialowas, Øverjordet (3), Scheerer (1), Bissel (2), Metzner (3), Svensson (1), Link, Steinert (3), Wagner, Olsson (4), Gömmel (3), Bauer (1)



