Die Ostwestfalen verpassten in der letzten Spielzeit nur knapp die internationalen Platzierungen und landeten am Ende sogar vor Rekordmeister THW Kiel. Am ersten Spieltag der neuen Saison musste sich der TBV allerdings gegen den THW geschlagen geben und unterlag auch der SG Flensburg-Handewitt (30:39). Mit Siegen gegen die HSG Wetzlar und die SG BBM Bietigheim steht das Team von Chefcoach Florian Kehrmann vor dem Spieltag auf Rang neun der Tabelle.

Der TBV: Die Abläufe sitzen

Lemgo gilt als absolut eingespielte Mannschaft, die besonders über ihr Überzahlspiel gefährlich werden kann. Dreh- und Angelpunkt des Lemgoer Angriffs ist dabei Lukas Hutecek, der gemeinsam mit Niels Gerardus Versteijnen ordentlich Durchschlagskraft aus dem Rückraum liefert. Hinzu kommt mit Joël Willecke ein junger, talentierter Kreisläufer, der mit aktuell 20 Treffern Top-Torschütze des TBV ist. Constantin Möstl und Domenico Ebner, beide Nationaltorhüter mit reichlich Erfahrung, bilden ein Torhüterduo, das jederzeit den Unterschied machen kann.

 HC Erlangen will Schwung aus Heimsieg mitnehmen

Auch die Statistik zeigt: mit 14 Siegen aus 22 Begegnungen ist Lemgo am Sonntag der klare Favorit. Trotzdem wird der einzige bayerische Bundesligist alles auf der Platte lassen, um vielleicht doch etwas Zählbares mitzunehmen. Der Heimsieg gegen den Bergischen HC hat bewiesen, dass trotz etwaiger Ausfälle das Team aus der Metropolregion jederzeit in der Lage ist, mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erfolgreich zu sein. Und auch die jüngsten Auftritte in fremden Hallen vermitteln das Gefühl, dass so ein Ausflug nach Ostwestfalen keineswegs hoffnungslos ist - auch wenn der letzte Auftritt in Lemgo mit 27:21 verloren ging.

Das Spiel ist wie immer live und auf Abruf bei dyn zu sehen.