Trotz technischer Probleme und verzögertem Anpfiff in der Scharrena startete der HCE schwungvoll in die Partie und konnte schnell mit 0:3 in Führung gehen. Dank einer stabilen Abwehr und gleich mehreren Glanzparaden von Rubens Pierre dauerte es knapp sechs Minuten, bis die Stuttgarter ihren ersten Treffer markierten. Die Erlanger behielten auch danach die Ruhe und bauten ihren Vorsprung weiter aus (4:9) - und das obwohl Spielmacher Sander Øverjordet kurzfristig ausgefallen war.

Umjubeltes Comeback

Nach zwanzig Minuten wurde es dann richtig laut bei den mitgereisten HCE-Fans: Tim Gömmel gab nach Verletzungspause sein Comeback und trug sich auch direkt in die Torschützenliste ein. Der einzige bayerische Bundesligist ließ sich von nichts bremsen: Frieder Bandlow feuerte den Ball zum 6:12 in die Maschen. Beim Stand von 9:13 ging es in die Halbzeitpause.

Der Erlanger Motor lief auch in Halbzeit 2 reibungslos. Immer wieder war es Marek Nissen, der den Ball im Tor versenkte. Der zweite große Moment des Abends folgte im Anschluss: Viggó Kristjánssón gab nach monatelanger Verletzungspause ebenfalls sein Comeback und zeigte sich vom Siebenmeterstrich gewohnt eiskalt (11:16). Nichts brachte den HCE aus der Ruhe, Lucca Bialowas verwandelte zum 16:22.

Die Nummer 1 in Bayern lässt sich nicht aus dem Konzept bringen

Weder das Stuttgarter Angriffsspiel mit vier Rückraumschützen, noch die in der Crunchtime offene Deckung, konnte die Erlanger am Sieg hindern. Viggó Kristjánsson verwandelte Siebenmeter Nummer zwei sehenswert mit einem Heber und erzielte damit das letzte Tor für den HCE. Mit Schlusspfiff war niemand mehr zu halten: Der einzige bayerische Bundesligist feierte einen verdienten 26:29-Sieg und setzt damit seine Siegesserie fort.

Doch jetzt heißt es schnell regenerieren: Bereits am Montag steht das nächste Heimspiel an. Die Erlanger empfangen den ThSV Eisenach in der PSD Bank Nürnberg ARENA und wollen sich hier unbedingt die nächsten zwei Punkte sichern. Wer den Kampf um Pflichtspielsieg Nummer 4 in Serie nicht verpassen will, der sollte sich jetzt noch Tickets sichern.

Rubens Pierre (14 Paraden), Tin Herceg, Frieder Bandlow (5), Marek Nissen (9), Yannik Bialowas (4), Florian Scheerer (1), Sebastian Firnhaber (1), Christopher Bissel, Eloy Morante Maldonado(4) , Maxsim Lochman, Lucca Bialowas (2), Tobias Buck, Christoph Steinert, Viggó Kristjánssón (2), Maciej Gębala, Tim Gömmel (1)