Der BHC eröffnete die Partie durch einen Treffer von Sören Steinhaus, doch auf Seiten des HCE verwandelte Frieder Bandlow umgehend zum 1:1. Als die Erlanger dann zur Führung trafen und Rubens Pierre auf der Gegenseite das erste Mal zur unüberwindbaren Mauer wurde, jubelten die 5.101 Fans. Nach zwölf Minuten erzielte Sander Øverjordet die erste Zwei-Tore-Führung für den einzigen bayerischen Bundesligisten (6:4), kurz darauf erhöhte Yannik Bialowas auf 7:4.
Nachdem die Gäste wieder ein wenig aufholen konnten, war es Christoph Steinert, der in der Abwehr einen wichtigen Ball eroberte. Dank einer stabilen Abwehrarbeit zwangen die Erlanger die bergischen Löwen immer wieder ins Zeitspiel. Als Rubens Pierre den nächsten freien Wurf von Außen parierte, kochte die ARENA - und Gästetrainer Markus Pütz musste auf den Auszeit-Buzzer drücken. Lucca Bialowas legte nach, erzielte gleich mit seinem ersten Ballkontakt das nächste Tor und sorgte für Begeisterung auf den Rängen. Trotzdem kam der BHC wieder heran, so dass es mit einem 12:12-Unentschieden in die Kabinen ging.
Ein Handballspiel wie eine Achterbahnfahrt
Die bergischen Löwen erwischten den besseren Start in Halbzeit zwei und gingen in Führung. Torhüter Kristian van der Merwe hielt einen Siebenmeter, wodurch die Gäste ihre Führung auf 13:17 ausbauen konnten. Kurzzeitig konnten die Gäste gar mit fünf Treffern davonziehen. Doch der HCE bewies in dieser schwierigen Phase des Spiels allerdings Nerven aus Stahl und kämpfte sich durch eine stabile Abwehr zurück. Nach einem Steal traf Marek Nissen das leere Tor zum 19:19-Ausgleich und die ARENA bebte. Als Christoph Steinert dann auch noch zur 20:19-Führung verwandelte, riss es die Fans endgültig aus den Sitzen.
Mit Beginn der Crunchtime war es diesmal Kapitän Christopher Bissel, der nach einer Balleroberung das leere Tor traf (21:19). In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Handballkrimi, in dem sich die beiden Mannschaften keinen Zentimeter schenkten. Auch wegen der weiterhin Verletzten (Kristjánsson, Rúnarsson, Maldonado & Gömmel) wurde die Partie zu einem wahren Kraftakt, doch der HCE verteidigte seine Führung bei Standing Ovations bis zur letzten Sekunde und feierte letztlich einen hart erkämpften, aber auch verdienten 29:28-Heimsieg.
Rubens Pierre, Tim Herceg, Khalifa Ghedbane, Frieder Bandlow (6), Marek Nissen (8), Yannik Bialowas (4), Sander Øverjordet (3), Philipp Senft, Florian Scheerer (2), Sebastian Firnhaber, Christopher Bissel (1), Maxsim Lochman, Lucca Bialowas (2), Tobias Buck, Christoph Steinert (3), Maciej Gębala



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