Vor 7.213 Zuschauern in der PSD Bank Nürnberg ARENA musste sich der HC Erlangen dem HSV Hamburg mit 23:31 geschlagen geben. Die Gäste erwischten einen echten Sahnetag und spielten sich vor allem über das Erfolgs-Trio um Jørgensen, Andersen und Sauter immer wieder konsequent frei. Hamburg setzte früh die Akzente und kontrollierte über weite Strecken das Spielgeschehen. Immer wieder fanden die Gäste Lücken in der Erlanger Defensive und nutzten ihre Chancen eiskalt, während der HCE sich jeden Treffer hart erarbeiten musste. 10:16 leuchtete es zum Seitenwechsel auf dem Videowürfel.

Befeuert von der Kulisse stemmte sich Erlangen gegen die hanseatische Effizienz, konnte den Rückstand aber nicht entscheidend verkürzen. Letztlich fehlte dem HCE an diesem Abend die gewohnte Aggressivität in der Abwehr, während man sich im Angriff zu viele technische Fehler leistete. Positiv aus HCE-Sicht bleiben die stattlichen 13 Paraden von Tin Herceg, die seine erstmalige Nominierung für die kroatische A-Nationalmannschaft absolut unterstreichen. Für den emotionalen Moment des Abends sorgte das Comeback von Hampus Olsson, der nach fast einjähriger Verletzungspause - begleitet von tosendem Applaus - direkt seinen ersten Versuch im gegnerischen Gehäuse unterbringen konnte. Auch Christoph Steinert meldete sich wieder fit genauso wie Christopher Bissel, der sein Comeback mit zwei erfolgreichen Siebenmetern garnierte. So kann Coach Sellin für die kommenden Herausforderungen – nächste Woche geht es nach Leipzig – wieder auf wichtige Personalien zurückgreifen.

Khalifa Ghedbane, Tin Herceg (13 Paraden), Milos Kos, Marek Nissen (7), Yannik Bialowas (3), Sander Øverjordet (2), Florian Scheerer, Sebastian Firnhaber (1), Antonio Metzner (4), Maxsim Lochman, Tobias Buck, Maciej Gebala, Christoph Steinert, Hampus Olsson (1), Maciej Gebala (2), Tim Gömmel (1)