Die Partie entwickelte sich von Beginn an zu einer echten Achterbahnfahrt. Beide Teams wechselten sich mit starken und schwächeren Phasen ab. Nach frühem Rückstand kämpfte sich der HCE zurück und ging zwischenzeitlich durch einen Treffer von Florian Scheerer mit 11:9 in Führung. Auch Nissen setzte immer wieder wichtige Akzente und hielt die Erlanger im Spiel. Dann der nächste Rückschlag: Neben den ohnehin schon fehlenden Stammkräften musste in der Anfangsviertelstunde auch Tim Gömmel verletzungsbedingt vom Feld. Anschließend kamen die Gastgeber über Tempogegenstöße zu einfachen Toren und drehten erneut die Partie zu ihren Gunsten. Angeführt von Spielmacher Dean Bombač setzten sich die Hausherren bis zur Pause auf 17:13 ab.
Lauf bringt HCE zurück ins Spiel
Der HCE blieb allerdings dran. Beide Torhüter starteten stark in die zweite Hälfte und verhinderten zunächst klare Abschlüsse, bis Nissen den Durchgang mit einem Treffer aus dem Rückraum zum 18:14 eröffnete. Immer wieder war es jedoch Bombač, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückte und die Leipziger Offensive stabilisierte. Trotz guter Rückzugsbewegung und engagierter Abwehrarbeit setzte sich Leipzig zwischenzeitlich wieder auf sechs Tore ab. Auch eine Auszeit von Johannes Sellin, in der mehr Breite und höheres Passtempo gefordert wurden, brachte die Erlanger zunächst nicht entscheidend näher heran.
Erlangen kämpft unermüdlich – doch Endspurt reicht nicht
Vor allem Marek Nissen übernahm Verantwortung und brachte die Franken mit einem starken 4:0-Lauf wieder zurück ins Spiel. Insgesamt elf Treffer (11 aus 18) gehen auf sein Konto. Mit einer offensiven Deckung und einer stabilen Abwehr kämpfte sich der HCE nochmal bis auf ein Tor heran. Großen Anteil daran hatte auch Tin Herceg, der mit starken 14 Paraden immer wieder glänzte und seine Mannschaft im Spiel hielt. Trotz des späten Anschlusstreffers und einer dramatischen Schlussphase reichte die Zeit nicht mehr für den Ausgleich – so blieb es beim 30:29 für die Sachsen.
Für den HCE muss der Fokus direkt nach vorne gerichtet werden – beim nächsten Heimspiel (Sonntag, 10.05.) gegen den VfL Gummersbach soll mit der gezeigten Moral und Leidenschaft wieder gepunktet werden.
Khalifa Ghedbane, Tin Herceg (14 Paraden), Marek Nissen (11), Yannik Bialowas, Sander Øverjordet (3), Florian Scheerer (1), Sebastian Firnhaber, Christopher Bissel (2), Lucca Bialowas, Antonio Metzner (3), Maxsim Lochman (1), Tobias Buck (1), Christoph Steinert (3), Maciej Gębala (3), David Sehnke, Tim Gömmel (1)



