„Im Vergleich zum Vorjahr erarbeiten wir uns viel bessere Chancen. Der nächste Step muss jetzt sein, diese besser zu nutzen“, bilanzierte Coach Johannes Sellin nach dem packenden Duell gegen die SG Flensburg-Handewitt und lobte den Auftritt seines Teams. Und genau das war in der ausverkauften ARENA zu spüren: Der HC Erlangen ist bereit, sich mit den Großen anzulegen! Auch wenn es am Ende 29:34 ausging, hat der HCE dem schillernden Starensemble alles abverlangt.

HCE beißt sich in die Partie

Von wegen Ehrfurcht vor großen Namen! Unbeeindruckt vom Medaillen-Glanz der Gäste kaufte Keeper Khalifa Ghedbane den Flensburger Weltstars direkt zu Beginn den Schneid ab, während Maciej Gebala am Kreis erstmalig seine Urgewalt entfachte. Die Erlanger Abwehr stand vor 8.200 begeisterten Fans gerade zu Beginn so stabil, dass die Gäste um Pytlick & Co. immer wieder verzweifelt ins Zeitspiel gezwungen wurden.

Selbst als der Favorit erstmals wegzuziehen drohte, blieb der HCE unbeeindruckt: Christoph Steinert sicherte sich mit einer genialen Rettungsaktion den Abpraller und nagelte ihn zum 7:7-Ausgleich in die Maschen. Zur Pause (13:17) führte der Favorit zwar, aber er wusste genau: Das hier ist kein Spaziergang!

Moral bewiesen: Aufholjagd gegen die Weltklasse

In Durchgang zwei bissen sich die Erlanger zwar zeitweise am starken Flensburger Keeper Buric die Zähne aus, doch Aufgeben war keine Option! Während Pytlick seine Extraklasse aufblitzen ließ, erwischte auch Maciej Gebala einen absoluten Sahnetag und hielt den HCE mit seinen Treffern (7 von 7) auf Schlagdistanz.

Besonders beeindruckend: In der Schlussphase bewies die bayerische Bundesliga-Vertretung eine Wahnsinns-Moral! Trotz eines schier aussichtslosen Rückstands kämpfte sich das Team wieder heran. Ein Steal von Florian Scheerer hier, sicher verwandelte Siebenmeter von Christopher Bissel da und ein letzter Steinert-Gegenstoß – am Ende stand ein respektables 29:34 auf der Anzeigetafel.

Ausblick: Den Schwung aus der starken ersten Hälfte nimmt der HCE jetzt mit zur nächsten schweren Aufgabe. Am Donnerstag (26. Februar) wartet der ThSV Eisenach – Zeit, den „nächsten Step“ zu machen und die Punkte wieder in die Metropolregion zu holen!

Ghedbane, Herceg, Quenstedt, Gebala (7), Nissen (5), Bissel (2), Bialowas (4), Gömmel, Kristjánsson. Rúnarsson (4), Buck, Steinert (3), Metzner (3), Firnhaber, Scheerer, Øverjordet (1)