Frieder Bandlow eröffnete die Partie mit seinem Treffer zum 1:0 und Rubens Pierre war von der ersten Sekunde an der gewohnt starke Rückhalt im Erlanger Tor. Im Angriff war es Marek Nissen, der nach knapp acht Minuten die erste Zwei-Tore-Führung für den HCE markierte. Nach einer weiteren Parade von Rubens Pierre machte die Nummer 1 in Bayern Tempo und erhöhte unter dem Jubel der Zuschauer auf 7:3.

Kampfgeist und eine Paraden-Gala

Trotzdem kamen die Eisenacher im Laufe der ersten Hälfte wieder ein wenig heran (8:7). Eloy Morante Maldonado feuerte in dieser wichtigen Spielphase den Ball zum 9:7 in die Maschen. Allerdings gelang es den Gästen erneut auszugleichen. Kurz vor der Pause fing Kapitän Christopher Bissel in der Abwehr einen wichtigen Ball ab, den Maxsim Lochman vorne eiskalt verwandelte und damit die Erlanger Führung wieder ausbaute (12:10). Den Schlussstrich in Halbzeit eins setzte Viggó Kristjánsson, der per Siebenmeter zum 14:11 traf.

Der ThSV erwischte den besseren Start in die zweite Hälfte und erzielte den 14:13-Anschlusstreffer. Erneut war es Rubens Pierre, der mit einer unglaublichen Paradenquote von 44 Prozent gleich zweimal das Unentschieden für die Erlanger festhielt (16:16). Im Verbund mit der energischen Abwehr zeigte sich die Erlanger Defensive von ihrer besten Seite, denn mit Kampfgeist und Leidenschaft holte sich die Mannschaft von Johannes Sellin die Führung wieder zurück: Florian Scheerer setzte sich am Kreis durch und verwandelte zum 18:16.

Partystimmung auf den Rängen: Rubens Pierre sorgt für gute Laune

Mit Beginn der Crunchtime wurde es noch einmal so richtig laut in der ARENA: Viggó Kristjánsson, der nach seiner Verletzung bisher nur am Siebenmeterstrich zu sehen war, gab sein endgültiges Comeback auf der Platte und zeigte mit dem Treffer zum 20:17 umgehend seine Klasse. In einer hitzigen Schlussphase sah Eisenachs Dominik Solak durch seine dritte Zwei-Minuten-Strafe die rote Karte. Kurz darauf trug sich der überragende Rubens Pierre mit seinem Wurf aufs leere gegnerische Tor auch noch in die Torschützenliste ein - und entzündete damit endgültig die ausgelassene Stimmung auf den Rängen. Unter Standing Ovations drehte der HCE noch einmal richtig auf und gewann am Ende deutlich mit 28:19.

Dieser vierte Sieg in Folge macht Mut für die nächste Mammutaufgabe, die dem einzigen bayerischen Bundesligisten nun bevorsteht: Am Sonntag müssen die Erlanger auswärts gegen den SC Magdeburg antreten und werden hier alles geben, um den großen Favoriten zu ärgern.

Rubens Pierre (1 Tor/14 Paraden), Tin Herceg, Frieder Bandlow (2), Marek Nissen (5), Yannik Bialowas (5), Sander Øverjordet, Florian Scheerer (2), Sebastian Firnhaber, Christopher Bissel (1), Eloy Morante Maldonado (4), Maxsim Lochman (2), Lucca Bialowas (1), Christoph Steinert (1), Viggó Kristjánsson (2), Maciej Gębala (2), Tim Gömmel